Nach § 38 SGB V hat eine Person einen Anspruch auf Finanzierung einer Haushaltshilfe, wenn die oben beschriebenen Umstände eintreten. Damit die Krankenkasse einschätzen kann, bis zu welchem Umfang Unterstützung benötigt wird, muss ein Antrag ausgefüllt werden. Dieser wird auf telefonische Anfrage zugesendet oder im Internet auf der Webseite der Krankenkasse als Download angeboten.
Im Antrag muss neben den persönlichen Daten angegeben werden, aus welchen Gründen und für welchen Zeitraum eine Haushaltshilfe benötigt wird. Ein Arzt muss ebenfalls eine Bescheinigung ausstellen, die dem Antrag beigefügt werden muss.
Außerdem muss, wie oben erwähnt, angegeben werden, welche Personen mit versorgt werden müssen und wie viele Stunden an welchen Tagen Hilfe benötigt wird.

Kostenübernahme der Krankenkasse für eine Haushaltshilfe
Die Leistungen der Krankenkassen sind recht unterschiedlich. Manche zahlen nichts, wenn eine Verwandte den Haushalt übernehmen kann. Andere erstatten Verwandten und Verschwägerten bis zum II. Grad die Kosten, wenn diese aufgrund der Erkrankung als Haushilfe einspringen soll.
Der Bedürftige selbst muss etwa zehn Prozent der Kosten übernehmen, also mindestens fünf Euro und maximal zehn Euro pro Tag. Die Zuzahlung entfällt, wenn die persönliche Belastungsgrenze nach § 62 SGB V erreicht wurde.